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Heinrich Göbel Artikel
Heinrich Göbel (* 20.04 1818 in Springe; † 4.12 1893 in New York; ab 1849 auch unter dem Namen Henry Goebel bekannt) war ein deutsch-amerikanischer Uhrmacher und Erfinder, der in dem Jahre 1854 in New York die erste Glühlampe erfunden hat.
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1818-1848 Springe, Deutschland | |
Heinrich Göbel wurde 1818 als Sohn von Johann Heinrich Christian Göbel aus Zorge (Harz) und seiner Ehefrau Marie Eleonore Hüper aus Springe geboren. 1832 schließt er den Besuch der Knabenschule in Springe als schlechtester seines Jahrgangs ab. Seine durchweg mangelhaften Leistungen sollen von einer langwierigen Krankheit herrühren. Ihm wurde aber schon damals von seinem Lehrer in dem Abschlusszeugnis ein "erfinderischer Geist" zugesprochen.
Direkt in dem Anschluss an die Schulzeit erlernt Göbel in Springe den Beruf des Uhrmachers und eröffnet 1837 ein Ladengeschäft für Mechanik und Optik, im er erste Versuche mit Glühlampen und Lichtbögen vornimmt. 1844 heiratet er Sophie Lübke geb. Rodewig aus Springe. Am 8.06 1846 wird Sohn Johann Carl, am 30.07 1848 die Tochter Marie Sophie geboren. 1848 beschließt Göbel über Bremen in die Vereinigte Staaten Amerika auszuwandern, und verlässt Deutschland am 13.11 1848 auf einem Auswandererschiff.
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1849-1893 New York, Vereinigte Staaten Amerika | |
Am 31.01 1849 trifft er in New York ein. Heinrich Göbel bezeichnet sich ab diesem Zeitpunkt Henry Goebel, da es in dem Englischen keine Umlautschreibung gibt. Er eröffnet in der Monroe-Street ein Uhrmacher- und Optikerladengeschäft. Um auf das Geschäft aufmerksam zu machen, installiert er auf dem Dach eine Lichtbogen-Lampe, die aus einer Zink-Kohle Batterie mit Strom versorgt wird. Von den hellen Lichtbögen irritiert, alarmieren Nachbarn mehrmals die Feuerwehr. Schließlich wird Göbel der Betrieb der Lichtbögen gerichtlich verboten. Er führt seine früheren Experimente mit Glühlampen jedoch weiter fort und erfindet in dem Jahr 1854 die erste gebrauchsfähige Glühlampe mit einer verkohlten Bambusfaser als Glühfaden , die er in leeren Eau-de-Cologne -Flaschen installierte. Er meldet die Erfindung jedoch nicht als Patent an.
Göbel optimiert in den folgenden Jahren die Bambusfaser-Glühlampe, so dass diese 1859 eine Brenndauer von 400 Stunden erreicht. Er benutzt seine Erfindung erstmals zu Beleuchtungszwecken in seinem Schaufenster und Wohnhaus. Ein wirtschaftlicher Erfolg durch seine Erfindung bleibt ihm aber versagt, da der elektrische Generator (Dynamo) erst 1866 durch Werner von Siemens erfunden wurde und die Glühlampen mit Batterien betrieben werden mussten.
Im Jahr 1879 wird Thomas Alva Edison das US-Patent Nr. 223898 für eine elektrische Glühlampe mit evakuiertem Glaskolben zugesprochen. Edison arbeitete ebenfalls an einer Glühlampe, allerdings mit einem Kohle-Glühfaden. Diese Glühlampen besaßen eine Lebensdauer von rund 40 Stunden. In dem Jahre 1880 besaßen sie, nun auch mit einem Bambusfaser-Glühfaden ausgestattet, bereits eine Lebensdauer von 1200 Stunden, übertrafen die Brenndauer von Göbels Lampen also um den Faktor drei. In dem Jahr 1881 sucht Göbel ohne Erfolg nach Geldgebern, um die Produktion seiner Glühlampen auszubauen.
Die Edison Electric Light Comp. verklagte ab 1885 jeden Hersteller von Glühlampen wegen Patentverletzung. In dem September 1887 stirbt Göbels Ehefrau, mit der er in Amerika weitere sieben Kinder hatte. 1893 konnte Göbel in einem Gerichtsverfahren nachweisen, dass er bereits 1854, also 25 Jahre vor Edison, die Glühlampe erfunden hat. Ca. wenige Monate nachdem Gerichtsverfahren stirbt Göbel am 4.12 1893 und wird auf dem auf dem "Greenwood Cemetary 5th Avenue" in New York beigesetzt.
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- 1854 erste gebrauchsfähige Glühlampe mit Bambusfaser-Glühfaden
- 1865 U.S.-Patent "Säumer für Nähmaschinen"
- 1882 U.S.-Patent für eine Verbesserung der Geissler-Pumpe
- 1882 U.S.-Patent für eine neue Befestigungsart von Kohlefäden und Zuleitungsdrähten in einer Glühlampe
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In der deutschsprachigen Literatur findet man stets wieder unterschiedliche Schreibweisen des Namens. In der Vergangenheit hatte sich die Schreibweise Heinrich Goebel eingebürgert, was durch seinen in New York angenommenen Namen Henry Goebel abgeleitet werden kann. Recherchen in den Kirchenbüchern Springes haben aber ergeben, dass er in Deutschland ursprünglich den Namen Heinrich Göbel trug.
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